30.08.2025
Der FC Bülach-Nachwuchs wartet nach zwei Spieltagen weiterhin auf den ersten Punkt in der 3. Liga. Gegen Dübendorf setzte es eine 1:2-Niederlage ab, die vor allem aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung nach der Pause schmerzt.
Erste Halbzeit ohne Zugriff
Von Beginn an tat sich der FCB-Nachwuchs schwer, ins Spiel zu finden. Bereits in der 7. Minute nutzte Dübendorf einen schlecht geklärten Angriff eiskalt aus: Radi stand goldrichtig und brachte die Gäste mit einem Flachschuss in Führung. Bülach verlor in dieser Phase zu viele Zweikämpfe, liess den Gegnern zu viel Platz zwischen den Linien und spielte zu passiv.
Während Dübendorf mit vier Akteuren aus der 1. Mannschaft verstärkt antrat und spürbar aggressiver zu Werke ging, wirkte Bülach zu zaghaft. Folgerichtig erhöhte Radi in der 31. Minute auf 0:2 – fast eine Kopie des ersten Treffers. Mit diesem Rückstand ging es in die Pause.
Aufschwung nach der Pause
Die Pausenansprache von Trainer Gian Luca Bortoluzzi zeigte Wirkung. Mit der Einwechslung von Martorina kam mehr Stabilität ins Mittelfeld, die Zweikämpfe wurden nun häufiger gewonnen und auch die zweiten Bälle landeten vermehrt bei Bülach. Das Spiel kippte zusehends in Richtung des Dübendorfer Tores.
Mehrere gute Möglichkeiten blieben jedoch ungenutzt: Lüthi scheiterte nach Zuspiel von Bundi gleich mehrfach, und in der 72. Minute hatte Mangana Pech, als sein Schuss nur den Innenpfosten traf. Der längst verdiente Anschlusstreffer fiel erst in der Nachspielzeit, als Mangana zum 1:2 einnetzte (90.+1).
Bemerkenswert: In der gesamten zweiten Halbzeit musste Torhüter Nini keinen einzigen Ball halten – so dominant trat Bülach nach dem Seitenwechsel auf.
Fazit und Ausblick
Die Niederlage ist aufgrund der klaren Leistungssteigerung nach der Pause bitter. Erneut zeigte der FCB-Nachwuchs nur in einer Halbzeit, was in ihm steckt – zu wenig für die 3. Liga. Nach zwei Spielen ohne Punkte ziert Bülach das Tabellenende.
Zwar standen auch drei Spieler aus der 1. Mannschaft in der Startformation, sie konnten dem Spiel jedoch keine entscheidenden Impulse verleihen. Es bleibt eine Herausforderung, wenn Nachwuchs und erste Mannschaft immer wieder in wechselnden Konstellationen antreten – Automatismen und ein eingespieltes Kollektiv können so kaum entstehen.
Trainer Gian Luca Bortoluzzi fand nach Schlusspfiff deutliche Worte: „Wir dürfen nicht nur eine Halbzeit Fussball spielen. Von jedem Einzelnen erwarte ich künftig mehr Einsatz und Entschlossenheit – Spiel für Spiel.“
Telegramm
FC Dübendorf 2 – FC Bülach NW 2:1 (2:0)
Sportplatz Zelgli, Dübendorf. – Zuschauer: +/- 36 . – SR: Eglil Anas. – Rote: 7. 1:0 Radi, 31. 2:0 Radi, 90+1. 2:1 Mangana. – Bemerkungen: Bülach ohne Bah, Janko (beide abwesend) Cockerill (verletzt). Verwarnungen: Dübendorf: Iseni, Mouansollé (beide Foulspiel). Bülach: Selvarajah, Acifi, Bundi (alle Foulspiel).
Dübendorf: Kqira; Syaminyaviwe, Ademaj, Arcadi, Oumghar Lagrighi; Hyseni (85. Mouansollé) Iseni, Radi (81. Milosevic), De la Rosa Almanzar (76. Usaynov), Kallaba (68. Costa Silva); Veapi (59. Hoti).
Bülach: Nini; Nützi, Koller (92. Lüthi), Moonesamy, Fernandes Durão (29. Bundi; Sahin (62. Acifi), Selvarajah, Santons Lima (62. Lepore), Kozina (46. Martorina), Petrone (73. Koç), Lüthi (62. Mangana).
Bericht Edi Koller Ehrenpräsident
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